Sport und Bewegung liegt absolut im Trend. Dabei erfreuen sich viele Sportbegeisterte nicht nur aktiv oder passiv an Kraftsportarten – auch Ausdauersportarten gewinnen mehr und mehr an Beliebtheit. Triathlon ist eine klassische Ausdauersportart und besteht aus einem Mehrkampf in den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. In den Wettkämpfen sind die Disziplinen genau in dieser Reihenfolge auszutragen. Seit dem Jahr 2000 ist Triathlon auch eine olympische Disziplin.

Um einen Triathlon erfolgreich bestreiten zu können, benötigt man die richtigen Triathlon Schuhe!

Die Europäischen Meisterschaften im Triathlon


Unter Administration des Dachverbandes im europäischen Triathlon, European Triathlon Union (ETU), werden seit 1987 jährlich Wettkämpfe organisiert, die sich im laufe der Jahre gut etablieren konnten. Triathlon hat nicht nur begeisterte Athleten, sondern auch viele Fans. Die Triathlon-Meisterschaften werden in Lang- und Kurzdistanz-Wettbewerben ausgetragen und laufen in den Klassen der Junioren, U23, Elite und Senioren.

Anlässlich der ersten Wettkämpfe betrugen die Distanzen für Elite-Athleten 1,3 km für Schwimmen, 40km Radfahren und 12 km Laufen. Inzwischen verlängerte man die Schwimmdistanz auf 1,5 km und verkürzte die Laufdistanz von 12 km auf 10 km.

Da die Wettkämpfer nicht nur in unterschiedlichen Altersklassen, sondern auch in unterschiedliche Kurz-, Mittel- und Langdistanzen antreten, sind die Europäischen Meisterschaften, wie in anderen Sportarten auch, sehr umfangreich. Zu den Meisterschaften in Kitzbühel, im Jahre 2014, traten über 2.500 Athleten aus 40 Nationen an den Start. Die Schweizerin Nicola Spring konnte sich bei diesen Meisterschaften ihren vierten EM-Titel sichern, während der Brite Alistair Brownlee die dritte Europameisterschaft für sich entschied.

Vom lokalen Event zur olympischen Sportart.

Triathlon stammt aus Frankreich und taucht erstmals um 1920 als „Les trois sports“ in lokalen französischen Zeitungen auf. Dieses traditionelle „Ursprungsrennen“ wird auch heutzutage noch in den Städten Meulan und Poissy ausgetragen. 1927 berichteten Zeitungen dann in Marseille von so einem Rennen – es folgte La Rochelle an der französischen Atlantikküste im Jahre 1934.

Der erste moderne Schimm/Rad/Laufen Wettbewerb wurde am 25 September 1974 in Mission Bay, San Diego, California ausgetragen. Das Rennen wurde von Jack Johnstone und Don Shanahan organisiert und veranstaltet. Beide Männer waren Mitglied in dem „San Diego Track Club“, der das Event ebenfalls sponserte. Damals gingen 46 Teilnehmer an die Startlinie. Nach Angaben der Veranstalter sei dieses Event angeblich nicht von den französischen Vorlagen inspiriert gewesen – obwohl, ganz nach der französischen Vorlage, schon im darauffolgenden Jahr ein weiteres Rennen in Fiesta Island, San Diego, folgte. Dieses zweite Rennen gilt „offiziell“ als erstes Triathlon Rennen in den Vereinigten Staaten.

Nachdem man feststellte, dass dieser Sport nicht nur Freaks sondern auch die Allgemeinheit begeistern würde, formierte sich die „International Triathlon Union“ (ITU), die um 1989 fertig aufgestellt war. Ziel der Organisation war es, den Sport einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ihn in das Olympische Programm zu bringen. Nach Vorgaben des ITU finden heutzutage der World Cup und World Triathlon Series statt, welche in verschiedenen Klassen, Altersgruppen und Geschlechtern ausgetragen werden.

Die World Triathlon Corporation (WTC) ist eine private Organisation, die alljährlich die Ironman und Ironman 70,3 Events veranstaltet. Obwohl diese Rennen und Wettbewerbe sich sehr stark am Triathlon ausrichten, gehören sie offiziell nicht in den Veranstaltungsrahmen der ITU.

Im Jahre 2000 war es dann soweit: Triathlon wurde erstmals bei den Olympischen Spielen in Sydney ausgetragen.

Bei den letzten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 erlebte der Triathlon-Sport sein zweites olympisches Debut, als erstmals auch Athleten der Paralympics in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten. Gemäß der jeweils vorhandenen körperlichen Einschränkungen der Sportler wurde eine Variation des Triathlon ausgeführt, in der die Sportler in sechs verschiedenen Kategorien Wettkämpfe austrugen.

Moderner Triathlon setzt körperliche Fitness voraus.

Triathlon ist, wie andere Sportarten auch, ein moderner Leistungssport, der den Teilnehmern viel körperliche Fitness abverlangt, die insbesondere von sportbegeisterten Anfängern leicht unterschätzt wird. Neben körperlicher Kraft und Ausdauer ist auch ein intaktes Herz für Triathlon unbedingte Voraussetzung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass beim Triathlon weit weniger Unfälle passieren, als in den einzelnen Sportarten an sich – zum Beispiel verletzen sich Läufer sehr viel öfter beim Sport, als Triathlon-Athleten. Bei Athleten beliebte Trainingseinheiten für die Vorbereitung auf Wettkämpfe sind Cross-Training, Gewichtheben aber auch Yoga und Pilates.

Neben dem richtigen Training, hat sich auch das Equipment entsprechend über die Jahre weiterentwickelt.

Zudem wird bei den Profis auf jede Kleinigkeit geachtet: Selbst Bärte werden rigoros entfernt, um ein paar Gramm zu sammeln. Ein Elektrorasierer reist also immer mit den Profis mit.

Kategorien, Klassen und Distanzen

Ganz ebenso wie in anderen Sportarten sind auch beim Triathlon die Wettkämpfe in verschiedene Klassen und Distanzen unterteilt, damit möglichst gleichwertige Athleten gegeneinander antreten. Die Distanzen und Wettkampfregeln sind dabei von den verschiedenen Sportverbänden festgelegt und gelten für öffentlich ausgetragene Rennen und Wettkämpfe. Anders als in anderen Sportarten verzichten die Veranstalter oft auf eine Trennung von männlichen und weiblichen Sportlern. In vielen Staffelwettbewerben trifft man auf „Mixed-Teams“.

Team Relay
Beim Team-Relay absolviert jeder der Teammitglieder einen kompletten Triathlon. Ein Team Relay ist also kein Staffelrennen, bei denen die einzelnen Sportler nur Staffeln des Rennens schwimmen, radeln oder laufen. Team Relay Wettbewerbe sind üblich bei regionalen und nationalen Vereins-Meisterschaften für Junioren-, U23- und Elite-Wettkämpfe. Die Distanzen betragen: Schwimmen – 0,2-0,3 km, Radfahren 5-8 km, Laufen 1,2-2 km.

Sprint
Sprint-Distanzen finden sich überwiegend in „Jedermann-Wettbewerbe“, bei denen das gemeinsame Erleben und der Volksfest-Charakter der Veranstaltung mehr im Mittelpunkt steht, als sportliche Leistung und Wettkampf. Bei Volks- und Jedermann-Triathlons besteht keine Startpasspflicht; d.h. die antretenden Wettkämpfer müssen keinem Verband oder Sportverein angehören. Übliche Distanzen sind: Schwimmen – bis zu 0,75km, Radfahren – bis zu 20km und Laufen – bis zu 5 km.

Olympische Distanz, bzw. Kurzdistanz
Die vom Verband festgelegte olympische Distanz von Schwimmen – 1,5 km, Radfahren 40 km und Laufen – 10 km finden wir bei Meisterschaften für verschiedene Altersklassen und Breitensportveranstaltungen für verschiedene Marken; wie z.B. für den Veranstalter WTC (Ironman)

Mittel- und Langdistanz
Die Mitteldistanzen von Schwimmen 1,9-3 km, Radfahren 80-90 km und Laufen 20-21 km sowie die Langdistanzen von Schwimmen 1 bis 4 km, Radfahren 100 – 200 km und Laufen 10-42,2 km findet man ausschließlich bei Wettkämpfen diverser Marken und nicht bei sportlichen Ausscheidungen. Insbesondere die Ironman-Marke erfreut sich im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit und ist trotz der großen Distanzen und damit verbundenen großen Anstrengung sehr teilnehmerstark. Wie bei den Volkssport-Wettkämpfen steht auch bei diesen Marken nicht mehr die sportliche Leistung des Triathlon im Vordergrund, sondern vielmehr der besondere Reiz die Athleten durch eine extreme Belastung an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen und damit das Selbstwertgefühl der Teilnehmer zu stärken. Insbesondere bei diesen langen Strecken steigen gesundheitliche Risiken durch die hohe Belastung des Herzkreislaufsystems. Teilnehmer an solchen Veranstaltungen sollten unter allen Umständen vor Aufnahme der Wettbewerbe einen Arzt aufsuchen, um eine Gesundheitsprüfung machen zu lassen.

Triathlon als Breitensport in Deutschland

Seit den 80er Jahren erfreut sich Triathlon in Deutschland wachsender Beliebtheit. Schon in der DDR war Triathlon als „Ausdauerdreikampf“ bekannt. Mit zunehmender Entwicklung des Fitnesstrends wurde Triathlon schnell zum Breitensport, da er für quasi jedermann zugänglich und erschwinglich war. Die Sportart ist eine der Wenigen, die man praktisch an jedem Ort betreiben kann und die keine Anschaffung von teuren Sportgeräten erfordert. Eine Badehose, Turnschuhe und ein Fahrrad sind Gegenstände, die in den meisten Haushalten ohnehin vorhanden sind.

Ein Hype erfuhr die Sportart gegen Ende der 90er Jahre, als Ironman Europe nach Europa kam und entsprechend von den Medien begleitet wurde. Der reine Sport des Triathlons transformierte dabei in ein medienwirksames „Kraft-Spektakel“. Trotz teilweise sehr hoher Startgelder melden sich tausende von Sportbegeisterten regelmäßig bei den Ironman-Rennen an.

Von dem immensen Medienerfolg dieser Marken partitioniert selbstverständlich auch die Deutsche Triathlon Union als Dachverband der Deutschen Triathlonliga. Hier werden in einem sportlichen Rahmen die regulären Deutschen Meisterschaften in einer Ersten und Zweiten Liga ausgetragen. Zusätzlich gibt es diverse Regionalligen in sechs Regionen und Ligen, die auf Landesebene ausgetragen werden.

Triathlon als Lebensgefühl

Sport ist gesund und hält den Körper fit. Als Ausdauer- und Breitensportart ist Triathlon dabei eine günstige Alternative zu vielen anderen Sportarten, die eine Anschaffung von diversen Sportgeräten oder gar Mitgliedsbeiträgen erfordern. Der Sport kann theoretisch von Groß und Klein zu jeder Zeit an jedem Ort ausgeführt werden. Durch die Kombination der verschiedenen Disziplinen, Schwimmen, Radfahren und Laufen, wird der Körper gleichmäßig trainiert, welches sich positiv auf den gesamten Organismus auswirkt.

Zu entscheiden wäre lediglich, ob man Triathlon als reinen Freizeitsport betreiben möchte; oder aber sich in einem sportlichen Rahmen zu Wettkämpfen stellt. Durch viele öffentliche Veranstaltungen, zu denen keine Mitgliedschaft in einem regulären Verein nötig ist, kann man sich auch in einem privaten Rahmen mit anderen Sportlern in Wettkämpfen messen. Wem das nicht ausreicht, stehen viele Vereine zur Verfügung, in denen der Sportbegeisterte auch an Regional-, Landes- oder gar Bundesmeisterschaften teilnehmen kann.

Wer zu „extremen Erfahrungen“ neigt oder gar Freude und Selbstwert darin findet, kann an den Wettkämpfen der Ironman teilnehmen, die zwar i.d.R. ein Startgeld verlangen, dafür aber eine ganz besondere Erfahrung bieten, die sonst in einem sportlichen Umfang nicht angeboten wird, da sie für die breite Masse zu große gesundheitliche Risiken birgt.

So oder so ist Triathlon bestens dazu geeignet zu einem Volkssport zu avancieren, da der Sport im Grunde jeden anspricht, der sich fit halten möchte.

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